Teil 1 | Teil 2 | Teil 3 | Teil 4

In unserer vierteiligen Artikelreihe möchten wir mit dir gemeinsam einige Bereiche beleuchten, die aus unserer Sicht im Kontext der Organisationsentwicklung unverzichtbar sind.

Sieht man von einer sehr frühen Unternehmenslebensphase oder einer komfortablen Monopolstellung einmal ab, werden die folgenden Themen aus unseren Beiträgen früher oder später für alle Unternehmungen irgendwann relevant. Werden sie vergessen, entstehen Spannungen, Reibereien und Turbulenzen – so unsere Erfahrung!

Baustein 2: Effizientes Arbeiten im System – das Spielfeld des Lean Managements

Das Streben nach einer verschwendungsfreien, perfekt auf die Kundenbedürfnisse zugeschnittenen Organisation steht bei diesem Baustein im Fokus: Es gilt den Wertschöpfungsanteil zu maximieren, Informations- und Materialflüsse zu optimieren und die Prozessabläufe optimal auf die vom Markt geforderten Anforderungen auszulegen. Über- und Unterlast gilt es durch passende Planungs- und Steuerungskonzepte auzugleichen.

Du magst vielleicht nun kurz innehalten und denken: Planung und Steuerung? Das ist nicht „agil“ und auch nicht unbedingt passend zu „New Work“-Konzepten. Richtig – und doch gehört Planung und Steuerung aus unserer Sicht in eine Organisation. Nahezu jedes Unternehmen hat Prozesse, die wiederkehrend vorkommen, eine gewisse Fachexpertise benötigen und standardisiert werden können. Meist sind das die Bereiche, die wertschöpfend tätig sind. Im Fokus steht klar eine effiziente Abwicklung – und genau für die Gestaltung dieser Herausforderung ist der Lean Management-Ansatz prädestiniert!

Natürlich darf die Arbeit am System nicht vernachlässig werden – doch das ist Baustein 3!

Eines der wichtigste Elemente der Lean-Philosphie ist aus unserer Sicht das konsequente Aufzeigen und systematische Lösen von Problemen – denn: jedes Problem ist ein Schatz, eine Chance, sich stetig zu verbessern und Neues zu lernen! Dadurch wird es möglich, Prozesse in kleinen Schritten immer perfekter zu gestalten.

Zu was das für Ergebnissen führen kann? Zu einer Reduktion von Durchlaufzeiten um bis zu 60%, von Lagerbeständen um bis zu 50% oder auch zu einer starken Minimierung von Qualitätsproblemen. Alles richtig gemacht hat einer Organisation dann, wenn die Prozessbeteiligten sagen: jetzt läuft es viel entspannter, wir haben weniger Eskalationen und schaffen dafür 20% mehr! Es ist immer wieder erstaunlich, wieviel Potential hier (oftmals ungenutzt) schlummert – und das nicht nur in Produktion & Logistik, sondern gerade auch in der Konstruktion und in administrativen Bürobereichen.

Damit du dir ein besseres Bild zur Lean-Philosophie machen kannst, haben wir dir hier 14 Lean-Prinzipien zusammengestellt – sie dienen uns als Leitlinien:

Wo Licht ist, ist meist auch Schatten: Die Folgen von „missverstandenem“ Lean Management (Lean = Verschlankung = „schneller Arbeiten“ = Kosteneinsparung) gehen gerne auf Kosten der Menschen – denn sie werden zu austauschbaren Prozessschnittstellen degradiert, die Tag ein Tag aus zu funktionieren haben. Wenn einzig die Maximierung des Shareholder Value im Fokus steht, gehen der Organisation aus unserer Sicht mittelfristig wichtige Fähigkeiten verloren.

Was wir mit wichtigen Fähigkeiten meinen? Toyota, bekannt als Begründer der Lean-Philosohpie, definiert den eigenen Unternehmenswert anhand folgender Gleichtung: Anzahl der Mitarbeiter x ihrer Fähigkeit x ihrer Motivation = Unternehmenswert!

Und genau diese Elemente möchten wir für unser „Baustein 2“-Fazit aufgreifen: Das wichtigste Kapital einer Organisation sind ihre Mitarbeiter – mit ihren Fähigkeiten und ihrer Motivation. Gepaart mit verschwendungsfreien Prozessen, kundenorientierten Strukturen und kontinuierlicher Verbesserung sind sie es, die die Produkte und/oder Dienstleistungen zu dem machen, was sie sind!

Und wer möchte hier nicht herausragend sein…


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